Haus-Gartendesign

Der Haus und Gartenblog

22
Okt

Mulch

Mit dem Begriff „Mulch“ wird heute umgangssprachlich zerfallener Staub oder Erde bezeichnet, welche dem Gartenbesitzer zum Beispiel dabei helfen seine Bäume und Blumen vor Frost zu schützen oder sie im Sommer vor zu starker Hitze zu schützen. Allerdings sollten Gartenbesitzer darauf achten, dass Mulch nicht gleich Mulch ist und das jede Pflanze und jeder Baum seine eigenen Bedürfnisse an die Pflege stellt.

Um diesen Wünschen und Bedürfnissen bei Sträuchern und Staudenbeeten gerecht werden zu können, sollte der Gartenbesitzer Rindenmulch verwenden. Hierbei sollte der Gartenbesitzer allerdings darauf achten, dass das Mulch nicht nur durch einen Mulchmäher gut zerkleinert worden ist, sondern auch darauf, dass das Rindenmulch mindestens drei Monate abgelagert worden ist. Nur so können die in der Rinde enthaltenen Gerbstoffe oder Tanine abgebaut werden und der Mulch fügt den Pflanzen oder Bäumen keinen Schaden zu. Damit der Mulch jedoch seine volle Wirkung entfalten kann, muss der Gartenbesitzer vor dem Mulchen eine Stickstoffausgleichsdüngung durchführen. Notwendig ist dieser Vorgang, da der Mulch im Laufe der Zeit zu Humus abgebaut wird und so den im Boden enthaltenen Stickstoff entzieht. Da Stickstoff jedoch einer der Hauptnährstoffe von Wurzeln ist, wird dieser dringend zum Erhalt der in den Pflanzen und Bäumen enthaltenen Nährstoffe benötigt. Wichtig ist es für den Mulch, dass der Stickstoff direkt von außen zugeführt wird. Gerade bei Staudenpflanzen hat sich hier eine Menge zwischen 50 und 80 Gramm Hornspäne je Quadratmeter als ideal erwiesen. Erst nach dem Verteilen des Düngers kann der Mulch in einer Dicke zwischen fünf und acht Zentimetern aufgetragen werden.

Während Sträucher und Staudenbeete ganzjährig mit Rindenmulch versorgt werden können sollten Gemüsekulturen, Containerpflanzen und Topfpflanzen ausschließlich durch verschiedene Arten von Kunststofffolie und Bioplastik gemulcht werden. Anders als bei anderen Mulchsorten sollte der Gartenbesitzer hier allerdings darauf achten, dass die Kunststofffolie und das Bioplastik nicht durch einen Mulchmäher gelaufen ist, sondern im Ganzen bestehen bleibt. Heute wird Mulchfolie aus Bioplastik vor allem in Aufzucht – und Pflanztöpfen verwendet. Anders als viele Gartenbesitzer nun vielleicht denken mögen, ist sowohl die Kunststofffolie und die Bioplastik sehr schnell biologisch abbaubar und muss nach ihrem Gebrauch nicht gesondert von restlichen Pflanzenmaterialien und Erde entsorgt werden. Mulchfolien, die speziell auf einer sehr großen Fläche ihre Verwendung finden, können nach ihrem Gebrauch einfach beim Umgraben des Bodens untergepflügt werden.

Gemüsearten wie zum Beispiel Tomaten, Zucchini oder Kohl sollten mit Wiesengras gemulcht werden. Durch das Wiesengras sind die Gemüsesorten besonders gut und weich gebettet und sind so sehr gut vor Druckstellen geschützt.